Sieben Pilotorganisationen entwickeln Lösungsstrategien

Zu den FührDiV-Arbeitsfeldern werden in 7 Pilotorganisationen Führungskräfte, Personalräte, Personalverantwortliche, Beschäftigte und Ausbilder dabei begleitet und unterstützt, mit neuen Formen der Arbeitsorganisation umzugehen und diese aktiv zu gestalten. Darüber hinaus sollen Vorschläge erarbeitet werden, wie die Berufsausbildung im öffentlichen Dienst weiterentwickelt werden kann, um den Veränderungen, die sich aus der Digitalisierung ergeben, gerecht zu werden.

In den Pilotorganisationen vor Ort werden Projektgruppen etabliert, die – moderiert und unterstützt vom FührDiV-Projektteam – die konkreten Herausforderungen der Digitalisierung für Führung und Teamentwicklung in ihren Organisationen erarbeiten und Lösungsstrategien entwickeln.

Diese werden operationalisiert, Maßnahmen werden entwickelt und in einem Zeitrahmen von circa zwei Jahren umgesetzt. Es werden Schulungen, Veranstaltungen, Weiterbildungen und bei Bedarf Coachings durch das FührDiV-Team angeboten.

Außerdem wird das Projekt den Transfer guter Praxisbeispiele fördern und als Dialogplattform dienen. Dazu gehört sowohl der Austausch und die Vernetzung der Projektbeteiligten untereinander als auch der Transfer über die beteiligten Spitzenverbände, ver.di, den DGB und weitere Kooperationspartner, um die Ergebnisse des Projektes einer breiteren öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Die Pilotorganisationen

Bremen - Amt für Soziale Dienste

 

Hintergrund / Herausforderungen
• Chancen und Risiken von Digitalisierung für Beschäftigte im Amt für soziale Dienste

Projektziele (übergeordnet)
• Bürgerperspektive berücksichtigen
• Arbeitgeberattraktivität steigern
• Mitarbeiterzufriedenheit erhöhen

Lösungsansätze
• Beteiligungsorientiertes Vorgehen bei Zusammenstellung des Projektteams
• Erfassung von Herausforderungen und Priorisierung von Handlungsbedarfen
   - Kundenperspektive berücksichtigen
   - Arbeitsprozesse effizient gestalten
   - Technische Ausstattung verbessern
• Bildung von zwei Arbeitsgruppen
   - IT-Bestandsaufnahme
   - Optimierung der Homepage

Zur Homepage: Bremen - Amt für soziale Dienste

Bremen - Verwaltungsschule

 

Hintergrund / Herausforderungen
• Zunehmende Digitalisierung von Dienstleistungen in der öffentlichen Verwaltung hat Auswirkungen auf Verwaltungsberufe
• Veränderte Anforderungen erfordern Anpassung von Berufsprofilen und Kompetenzen (Rahmenlehrplan und Ausbildungsordnung stammen aus dem Jahr 1999)

Projektziele
• Kompetenzen für die Arbeit in digitalen Strukturen ermitteln (Inhalte von digitaler Kompetenz)
• Kompetenzen vermitteln (Entwicklung von Lehrformen)
• Arbeitsorganisation und Arbeitsprozesse im AFZ anpassen

Lösungsansätze
• Berufliche Anforderungen für die Arbeit in einer digitalisierten Verwaltung erfassen
   - Expertenrunden mit Wissenschaft und Praxis
   - Recherche von Beispielen guter Praxis

Zur Homepage: Verwaltungsschule Bremen

Dataport

 

Hintergrund / Herausforderungen
• Arbeiten in bimodaler Organisation verändert Führungsrollen und das Arbeiten im Team

Projektziel
• Standortübergreifendes Führen fördern und agiles Arbeiten vorantreiben

Lösungsansätze
• Themenfelder: Agiles Arbeiten und standortübergreifendes Führen
   - Praxisbeispiele und Forschungsergebnisse
   - Befragung von Führungskr.ften und Teams zu Auswirkungen
   - (Neu-) Definition von Rollen
   - Entwicklung von Qualifizierungsformaten
• Themenfeld: Bimodale Organisation
   - Auswirkungen auf Mitbestimmung
   - Erfolgsfaktoren für neue Arbeitsformen
   - Harmonisierung verschiedener Kulturen

Zur Homepage: Dataport

Hamburg - Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration

 

Hintergrund / Herausforderungen
• Digitalisierungsstrategie "Digital First" der FHH
• "digi4U" zur Akzeptanzförderung von neuer Technik für Beschäftigte
• Neue Anforderungen an Führungskräfte

Projektziele (übergeordnet)
• Entwicklung und Test praxistauglicher Instrumente
   - Führungskultur
   - Eigenverantwortung & Selbstmanagement
   - Beteiligungsorientierte Gestaltung von Digitalisierungs-Prozessen
   - Förderung genereller IT-Kompetenzen

Lösungsansätze
• Auswahl von zwei Pilotbereichen
• Workshop Design Thinking der Projektgruppe
• Veranstaltungsreihe im Haus, Start am 6.9.18, "Arbeitsgestaltung und gute digitale Arbeit", Charly Brandl/ver.di

Zur Homepage: Hamburg - Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration

Stadtverwaltung Hannover

 

Hintergrund / Herausforderungen
• Digitalisierungsstrategie der LHH - Digitalisierung von Arbeitsvorgängen
• Führung und Digitalisierung- Führen auf Distanz
• Neue Dienstvereinbarung "Telearbeit und mobiles Arbeiten"

Projektziele (übergeordnet)
• Verständigung "Gute digitale Führung und Zusammenarbeit für die Stadt Hannover"
• Identifizieren von Herausforderungen und Hilfestellung für Führungskräfte
• Erarbeitung eines "Leitfadens" gute digitale Führung und Umsetzung
• Einbindung der Beschäftigten in digitalen Wandel und ihre Anforderungen

Lösungsansätze
• Breite Einbindung von Beschäftigten und Führung durch zwei Projektteams
   - Definition "Gute digitale Führung und Zusammenarbeit"
   - Szenario-Workshop in drei Sachgebieten zu fortgeschrittenem digitalen Wandel
   - Eigene, aktive Positionierung des GPR

Zur Homepage: Stadtverwaltung Hannover

Kreisverwaltung Soest

 

Hintergrund / Herausforderungen
• Eigene Digitalisierungsstrategie im Rahmen der e-Government Vorgaben NRW
• Konkret: Einführung elektronischer Einkauf

Projektziele (übergeordnet)
• Einbindung der Beschäftigten in Veränderungsprozesse
• Förderung der Akzeptanz von Digitalisierung durch gezielte Unterstützung
• Entwicklung von "Digital Leadership" im Kreis Soest

Lösungsansätze
• Beteiligungsorientiertes Vorgehen bei Zusammenstellung des Projektteams
• FührDiV als Plattform für breite Information und Diskussion von Veränderungen
   - Eigene Intranetseite Digitale Prozesse im Kreis Soest (in Planung)
   - Führungswerkstatt 19.9.
   - Aktionstag Digitalisierung für alle MA
• Konzept Lernbegleitung zu selbstorganisiertem Lernen

Zur Homepage: Kreisverwaltung Soest

Statistisches Bundesamt

 

Hintergrund / Herausforderungen
• Einzelperspektive: Trennung von Freizeit und Beruf bei mobilem Arbeiten
• Teamperspektive: Arbeiten in virtuellen Teams
• Organisationsperspektive: Kulturwandel

Projektziel
• ln zwei Jahren ist bei destatis flexibles Arbeiten für alle in einer digitalisierten Welt selbstverständlich

Lösungsansätze
• Themenfelder: Flexibles Arbeiten und standortübergreifendes Arbeiten
   - Praxisbeispiele und Studienergebnisse zu Kernarbeitszeit/Funktionszeiten, Mobiles Arbeiten und Erreichbarkeitsregeln
   - Stellenbeschreibungen ergänzen um Vermerk "Tauglichkeit für mobiles Arbeiten"
   - Änderung von DV
   - Entwicklung von Leitfäden

Zur Homepage: destatis

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